Drei-Berge-Tour ist erstes Wandernest

Kultur

Klasse statt Masse, das gilt auch für Wanderwege im Havelland. Die Naturparkverwaltung Westhavelland will einzelne Gebiete, die sich besonder gut zum Wandern eignen, entsprechend ausstatten. Die erste Tour ist nun fertig.

Milow

Touristen schätzen das Havelland vor allem wegen der weiten Landschaft und der ursprünglichen Natur. Bekanntlich wanderte ja schon Fontane durch diesen Landstrich. Wenngleich das Havelland keine Wanderregion ist wie der Fläming, es gibt doch einige Ecken, die zu reizvollen Ausflügen zu Fuß einladen.

Dazu gehört auch die 5,5 Kilometer lange Tour um den Milower, den Bützer und den Vieritzer Berg. Die Drei-Berge-Wanderung ist nun das erste Wandernest im Landkreis Havelland. Dafür haben die Gemeinde Milower Land, der Landkreis, der Naturpark Westhavelland und der Naturschutzbund (Nabu) gemeinsam gesorgt.

Jeweils rund 10.000 Euro investierten die Gemeinde und der Landkreis um mehrere Bänke entlang des Weges aufzustellen, die Reste der alten Beschilderung zu entsorgen und die Bäume mit einer entsprechenden Wanderwegmarkierung zu versehen.

Naturparkverwaltung investierte 3000 Euro

Auch in eine stabile und feuerfeste Granitbank auf dem Milower Berg investierte die Gemeinde. Immer wieder hatten sich Randalierer an der Sitzbank dort zu schaffen gemacht, sie umgerissen, beschädigt und sogar in Brand gesetzt. Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde, hofft, dass das nun ein Ende hat.

Die Naturparkverwaltung beteiligte sich mit weiteren 3000 Euro an dem Vorhaben. Dafür wurden unter anderem vier große Infotafeln aus Metall an den Zugangspunkten zu dem Weg aufgestellt. Die Schilder sind mit einer Karte, Bildern und Informationen zum Wandergebiet versehen.

Es soll nicht das letzte Wandernest im Havelland sein. „Wir wollen Gegenden, die das Potenzial haben, bewandert zu werden, entsprechend ausstatten“, betonte Ilona Langgemach, Leiterin der Naturparkverwaltung, beim Pressetermin am Montag.

Geeignet seien unter anderem auch der Rundweg um den Hohennauener See und die Wanderwege um die Rhinower und Stöllner Berge. „Ziel ist es, diese wieder in einen guten Zustand zu versetzen. Aber das geht nur in Zusammenarbeit mit den Kommunen“, betont Ilona Langgemach.

Anders als Anfang der 2000er Jahre setzen die Naturparkverwaltung und auch der Tourismusverband Havelland heute auf Klasse statt Masse. „Wir wollen künftig weniger Wege ausschildern, dafür aber in höherer Qualität“, betont Claudia Hesse, Mitarbeiterin der Naturparkverwaltung.

Die Wege, um die drei Berge sind bereits gut ausgebaut. Die Gemeinde hatte diese vor einigen Jahren mit Hilfe von Fördermitteln für den Brandschutz hergerichtet.

Text und Foto Märkische Allgemeine / Christin Schmidt

Die Artikel zum Thema finden Sie hier:
MAZ

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 423810 -